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Schwank Praxisbericht

Restwärmenutzung der Superlative:
Daimler setzt auf tetraSchwank

„Ein maßgeblicher Faktor für unseren Unternehmenserfolg ist die Logistik. Wir richten unsere Supply Chain Management-Organisation auf Wachstum sowie eine höhere Effizienz und Flexibilität aus.“

Markus Schäfer,
Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars,
Produktion und Supply Chain Management

Das Projekt

Die Daimler AG hat in Speyer für rund 90 Millionen Euro ein neues Logistikzentrum erstellt, das sogenannte Consolidation Center. Es ist der größte Gebäudekomplex Deutschlands. Mehr als 1 Kilometer misst das Gebäude auf der langen Seite. Aus den 79.000 qm Hallenfläche wird Produktionsmaterial von europäischen Lieferanten gebündelt und auf den weiteren Weg zu den großen Pkw-Auslandswerken von Mercedes-Benz in China, den USA und Südafrika gebracht.

Der mit einer Gesamtinvestition von rund 90 Millionen Euro errichtete Standort transportiert wöchentlich mehrere hundert Seecontainer per Binnenschiff beziehungsweise Bahn zu den Seehäfen in Antwerpen und Bremerhaven und von dort auf die weitere Reise nach China, USA und Südafrika.

Auf dem 251.000 qm großen Grundstück wurde neben der 79.000 qm Hallenfläche, rund 21.000 qm in Außenfläche für einen Containerhof sowie ein Verwaltungsgebäude investiert.

Die Aufgabenstellung

Das Consolidation Center Speyer wurde für die Anforderungen von Mercedes-Benz Cars maßgeschneidert geplant und so gestaltet, dass alle Prozesse besonders effizient und sicher – zum Beispiel mit Trennung der Verkehre von Fußgängern, LKW und Container-Handlingsgeräten – betrieben werden können. Aber allem voran stand bei der Planung das Thema CO2-Einsparung. Nebengewerke wie beispielsweise Beleuchtung, Energietechnik oder Heizung wurden in der Planungsphase kompromisslos auf Nachhaltigkeit und Effizienz geprüft. Bessere Effizienz heißt gleichzeitig geringere Verbräuche, heißt auch weniger Kosten, das war den Verantwortlichen klar.

Beim Heizsystem suchten die Planer nach einer Lösung mit möglichst hoher Flexibilität in der Raumgestaltung und Energieeffizienz.

Die Umsetzung

Eine Lösung mit Dunkelstrahlern hatte die Planer schnell überzeugt. Da Dunkelstrahler unter der Decke montiert werden, hätte Daimler die nötige gestalterische Freiheit in der Anordnung ihrer Regale und Kommisionierplätze. Dunkelstrahler mit einem Restwärmekonzept zu koppeln, das darüber hinaus noch für die Frischluftzufuhr sorgt, war die Idee von Schwank.

Lediglich 60 Dunkelstrahler á 50kW in Verbindung mit dem Brennwertgerät tetraSchwank waren nötig, um die 79.000m² aus 12 Metern Höhe auf Temperatur zu bringen. Denn in Verbindung mit dem Wärmerückgewinnungssystem tetraSchwank, eingebunden im Abgasstrang, wird die Leistungsfähigkeit der Dunkelstrahler nochmals „aufgeladen“. Im Gegenstromverfahren wird so dem Abgas die enthaltene Wärmeenergie durch Brennwertnutzung entzogen und dem Gebäude unmittelbar
wieder zugeführt.

Das Fazit

Daimler hat den Bau des Logistikzentrums klar an den zu erwartenden CO2-Einsparungen festgemacht. Bislang wurde die Logistik für die großen Auslandswerke ausschließlich in Bremen abgewickelt. Dank dem Consolidation Center reduzieren sich die einschlägigen CO2-Emissionen bereits über den Transport um mehr als 25 Prozent.

Der nachhaltig geplante Neubau wird weitere CO2-Einsparungen nach sich ziehen. Alleine durch den Einsatz von tetraSchwank steigt der Anlagenwirkungsgrad der Heizung auf bis zu sagenhafte 110%.

Anschaulich dargestellt: Die Restwärmenutzung spart Daimler jährlich in etwa genau so viel, wie 35 Einfamilienhäuser im gleichen Zeitraum an Heizleistung verbrauchen würden.