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Schwank Praxisbericht

Gesunde Wärme von oben –

Discounter hört auf Spinat

„Wir haben mehr erreicht als unsere Produkte gut einzulagern, wir haben ein absolut tolles Raumklima geschaffen, dass unsere Mitarbeiter begeistert.”

Martin Thesing,
Geschäftsführer, ALDI Süd

Das Projekt

Es war weder Ingenieur noch physikalische Messgröße, die den Discounter Riese ALDI bei der Entscheidungsfindung pro Dunkelstrahler beeindruckt hat, es war Spinat. Denn das grüne Blattgemüse zählt zu den empfindlichsten Gemüsesorten in Bezug auf Klimaeinflüsse bei der Lagerung.

Von vorne: Mit 49 000 m² ist das im Frühjahr 2009 fertiggestellte ALDILogistikzentrum im Saarländischen Bous derweil der zweitgrößte Warenumschlagplatz Deutschlands. Das Logistikzentrum stellt die Versorgung von 59 Filialen im Saarland und im angrenzenden Rheinland-Pfalz sicher. Als nachhaltigen Beitrag sollten in der Planungsphase neben großen Photovoltaik-Flächen auf dem Dach des Logistikzentrums auch energiesparende Dunkelstrahler zum Einsatz kommen. Doch ihre Einsatztauglichkeit wurde aufgrund des empfindlichen Lagergutes Obst und Gemüse in Frage gestellt.

Die Aufgabenstellung

Dass eine nachhaltige Dunkelstrahlerheizung nicht im Widerspruch zur Heizungsqualität beim Lagergut steht, wollten Planer und Bauherr im Vorfeld bestätigt wissen. Längst sind die positiven Auswirkungen der Infrarotwärme auf den Menschen bewiesen.

Das gesunde Raumklima wird unter anderem durch eine gleichmäßige Verteilung der Temperatur innerhalb des Raumes erreicht. Der Körper benötigt dann keine zusätzliche Energie zum Regulieren unterschiedlich warmer Regionen. Er ermüdet nicht so schnell und fühlt sich vitaler. Zudem kann die Raumtemperatur unter der tatsächlich empfundenen Temperatur liegen, für den menschlichen Organismus das gesündeste Raumklima. Und hier zeigt sich die besondere Wirkung der Strahlungswärme auf den Menschen. Ob dies auch für Gemüse und Obst gilt, sollte ein Versuchsaufbau vor Ort beweisen.

Die Umsetzung

Schwank wusste um die positiven Heizungsseigenschaften seiner Geräte und installierte einen Versuchsaufbau mit einem isolierten Hochleistungsstrahler in Verbindung mit einer Luft- und Strahlungstemperatur geführten Regelung. Als „Proband“ kam überwiegend frischer Spinat zum Einsatz. Er gilt in der Branche als besonders sensibel, was Klimaeinflüsse betrifft. Sein „Urteil“ hatte Gewicht.

Die 6-wöchigen Testreihen verliefen überaus positiv. Das Blattgemüse begann weder vorzeitig zu welken noch veränderte sich die Blattkonsistenz. Dem „Go“ für die Installation von 25 isolierten Schwank-Dunkelstrahler [725kW Heizleistung] stand nichts mehr im Wege. Heute heizen die 2-stufig arbeitenden Geräte rund 10 500 qm Logistikfläche bei einer durchschnittlichen Hallenhöhe von rund 7,5 Metern. Die Regelung wurde an die Gebäudeleittechnik angebunden, die 9 Regelkreise intelligent organisiert.

Das Fazit

Damit die bei der Einlagerung hohe Qualität von Gemüse, Obst und Kartoffeln erhalten bleibt, sind die wertvollen Produkte nach der Ernte bis zur Vermarktung artgemäß zu lagern. Für Lebensmittel und für alle anderen sensiblen Lagergüter ist darum eine bestmögliche Klimatisierung der Lagerräume notwendig. Die heutige Verbrauchergesellschaft akzeptiert keine Qualitätsverluste z.B. durch Fäule, Schimmelbildung, Keimung oder Feuchte. So gilt es in einer Logistikhalle die Anforderungen der dort arbeitenden Menschen in gleichem Maße zu erfüllen, wie die Anforderungen des Lagergutes. Ein Spagat, den Schwank Dunkelstrahler
dank der Infrarottechnologie jederzeit meistern.

Mehr noch, Schwank Dunkelstrahler verbinden Ökologie und Ökonomie in idealer Weise. Der Anwendungsfall ALDI hat gezeigt, was für uns Menschen gut ist, ist auch für Obst und Gemüse gut.